Jedes Stück Holz ist ein Unikat. Damit verbunden sind unterschiedliche Erscheinungsmerkmale, die bei einem gesunden Stück Holz ein Beweis der Natürlichkeit sind. Die hier genannten Merkmale sind natürliche Eigenschaften von Hölzern, die den bestimmungsgemäßen Gebrauch nicht einschränken. Sie sind daher kein Reklamationsgrund.

Äste & Maserung
Zum natürlichen Erscheinungsbild von Holz gehören Äste und Maserungen, die je nach Holzart und anderen wachstumsbedingten Einflüssen stark variieren können. Anzahl und Größe von Ästen unterliegen beim Gartenholz keiner Beschränkung.
Risse/Verformungen
Holz quillt bei der Feuchtigkeitsaufnahme und schwindet bei der Abgabe. Eine ganz natürliche Folge ist, dass Risse und Verformungen im Holz entstehen. Trockenrisse treten bei Rundhölzern (Palisaden) stärker auf. Die Risse beeinflussen weder die Stabilität noch die Haltbarkeit des Holzes und können sich je nach Witterung fast vollständig wieder schießen. Nach der DIN 4074 sind Risse zulässig, die Statik und Haltbarkeit nicht negativ beeinflussen.
Schimmel/Stockflecken
Schimmel oder Stockflecken können entstehen, wenn das noch feuchte, imprägnierte Holz bei warmer Witterung nicht ausreichend belüftet wird. Häufige Ursachen sind: Lagerung in geschlossenen Räumen oder vollständige Abdeckung ohne ausreichende Belüftung. Schimmelpilze legen sich zum Glück nur auf die Oberfläche des Holzes. Sie zerstören weder das Holz noch beeinträchtigen sie die Stabilität. Leichten Schimmel können Sie mit Essig oder Alkohol entfernen. Besprühen, 30 Minuten einwirken lassen und dann abwaschen. Stärker befallene Stellen lassen sich mit einem Chlorhaltigen Haushaltsreiniger entfernen.
Farbspiel
Holz ist kein Kunststoff. Durch die individuelle Form, Farbe sowie Maserung entsteht nach der Verarbeitung ein natürliches Farbspiel des Holzes. Da auch die Farbpigmente der Kesseldruckimprägnierung aufgrund der unterschiedlichen Dichte des Holzes nicht gleichmäßig aufgenommen werden, entsteht eine unterschiedliche Farbintensität, die sich in der Regel durch Verwitterung nach einiger Zeit angleicht.
Quellen & Schwinden
Eine typische Holzeigenschaft ist die
Volumenveränderung durch Feuchtigkeitsaufnahme
bzw. durch Trocknung. Dadurch können sich Stärke
und Breite des Holzes deutlich verändern. Durch das
Einbringen der schützen-den Imprägnier Lösung wird
kesseldruckimprägniertes Holz mit hoher Holzfeuchte
ausgeliefert. Je nach Witterung entweicht die Feuchtigkeit schnell oder langsam. Toleranzen bei den Holzmaßen sind daher ganz natürlich und kein Mangel.
Grüne Flecken
Auf der Holzoberfläche sind häufig kleine grüne Punkte zu sehen. Hierbei handelt es sich um harmlose Salzkristalle, die sich auf der Oberfläche mit Harzanteilen aus dem Holz verbinden. Diese Stellen wittern mit der Zeit ab. Hinweis: Bei einer Tauchimprägnierung bilden sich solche Salzausblühungen nicht. Deshalb können die Salz-Kristalle auf der Oberfläche als Qualitätsmerkmal für eine sorgfältige Kesseldruckimprägnierung gewertet werden.
Harzaustritte
Harz auf einer Nadelholz Oberfläche ist völlig normal und unvermeidbar. Es kann auch Monate nach der Verarbeitung austreten und ist kein Mangel, sondern eine Holzeigenschaft. Frische Stellen können mit Terpentin entfernt wer den. Wenn das Harz schon verwittert ist, kann es mit einem Spachtel beseitigt werden.
Imprägnierung grau
Es handelt sich um eine Kesseldruckimprägnierung und keine farbliche Behandlung. Der Grauton kann direkt nach der Imprägnierung, aufgrund der verschiedenen Zellstrukturen des Holzes unterschiedlich ausfallen. Nach einer gewissen Bewitterungszeit gleichen sich die Grautöne aneinander an. Völlig gleichmäßig wird die Oberfläche allerdings nicht, weil das harte, rötliche Kernholz immer etwas bräunlich durchschimmern wird.
Markröhre
Die Markröhre ist die zentrale Röhre im Baumstamm des ersten Jahrringes. Sie weicht durch die dunklere Farbe sowie ihre Struktur vom umgebenden Holz ab. Bei der Verarbeitung des Holzes kann diese ganz oder teilweise sichtbar werden. Dieses Merkmal gehört zum natürlichen Erscheinungsbild des Holzes.
Rauigkeiten
Auch bei aller größter Sorgfalt im Herstellungsprozess können raue Stellen und
Hobelschläge nicht immer vermieden werden. Besonders im Astbereich und bei Holz-fasern, die gegen die Bearbeitungsrichtung verlaufen, können raue Stellen auftreten.